Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Es gibt Tage, an denen man der Verzweiflung nahe ist. Tage, an denen der Glaube eine Stütze sein kann. Doch auch für jene, die nicht glauben, sind diese Worte zweifellos sinnstiftend. Gelassenheit - wenn es nicht anders geht. Mut - wenn man wüsste, was zu tun ist. Weisheit - wenn man sich bei der Einordnung unsicher ist.
Unruhe und Ungeduld. Der erfolglose und ewige Versuch, zu ändern, was sich nicht ändern lässt. Die Verzweiflung, die einen erfasst, wenn man hinnehmen muss, was sich nicht aushalten lässt.
Mutlosigkeit. Es klingt so schwach, sich als mutlos zu bezeichnen. Man belügt sich selbst, und macht sich vor, dass es keinen anderen Ausweg gibt. Man wendet sich der angeblichen Gelassenheit hin, gibt sich stark: "Seht her, ich ergebe mich!". Doch in Wahrheit ist es einfach nur Schwäche.
Weisheit. Ehrlichkeit. Sich selbst gegenüber. Sich eingestehen, dass es sich nicht ändern lässt. Oder: Sich aufraffen und kampfbereit machen. Gelassenheit, oder Mut. Auf jeden Fall Weisheit.
Gott gebe uns, was uns fehlt.
Alles Liebe,
Mimi.